Hier hatte sich der Schwarm einen Komposter ausgesucht, eigentlich ein idealer Hohlraum, groß genug, trocken und nicht störend in einem Gebäude. Trotzdem war es doch besser das Volk umzusiedeln, weil es für Honigbienen ohne die Eingriffe des Imker schwer wird zu überleben.
An dieser Stelle war der Eingang zum Nest. Gut erkennbar ist hier die Biene mit Pollen an den Hinterbeinen. Wird Pollen eingetragen ist das ein Zeichen, dass die Bienen brüten.
Für die Umsiedelung waren einige Überlegungen nötig. Die Brutwaben sollten vorsichtig abgeschnitten und in Rähmchen fixiert werden. Um den Deckel des Komposters mit darunter befindlichen Waben abzulegen wurden zwei Kisten in entsprechendem Abstand nebeneinander aufgestellt.
Der Deckel wurde vorsichtig abgenommen und auf die bereitgestellten Kisten gelegt.
Die schwereren Waben mit Bienenbrut haben sich dabei vom Deckel gelöst, sind aber glücklicherweise auf trockene im Komposter geschichtete Zweige gefallen.
Jetzt galt es die Brutwaben aus dem Komposter vorsichtig aufzunehmen und in den Rähmchen zu fixieren. Dazu wurde ein Gummi an zwei Stellen um das Rähmchen gezogen. Anschließend wurde das Rähmchen in die bereitgestellte neue Behausung gehangen.
Drei Brutwaben wurden auf diese Weise umlogiert.
Die am Deckel befindlichen Waben wurden abgeschnitten und die Bienen in die neue Behausung gefegt. Hier befand sich dann auch die Königin. Diese durfte zwischen die neuen Rähmchen einlaufen.
Die Kiste wurde mit Rähmchen aufgefüllt, insgsamt passen 11 Stück in diese Beute und dann auf den Komposter gestellt, so dass die vielen, noch im Komposter gebliebenen Bienen, ihr neues zu Hause finden konnten. Dies war am nächsten Tag geschehen und am Abend wurde die Kiste auf ihren neuen Platz am Bienenstand verbracht.
Das Volk erhielt Futter, damit es noch brüten und dann mit ausreichend Vorräten in den Winter gehen kann.