Katrin Nitsche
Ich habe meine ersten zwei Bienenvölker am 20.04.2010 bekommen.
Über das Imkern nachgedacht hatte ich schon länger. An der VHS wurden Imkerkurse angeboten und ich hatte schon zwei Jahre überlegt daran teilzunehmen. Man hörte viel über Bienen, Bienensterben, meine Tochter hatte eine Hausaufgabe über Bienen zu erledigen, wodurch ich ein erstes Treffen mit einem Imker hatte. Und dabei kann man Feuer fangen, durch Gespräche mit begeisterten Imkern.
Eigentlich wollte ich mich nur über die Bienenhaltung informieren beim VHS-Kurs und dann weiter nachdenken. Alle Teilnehmer des Imkerkurses hatten entweder schon Bienen oder waren fest entschlossen Völker zu kaufen. Und so kam die unausweichliche Frage: Was ist mit dir? Nachdem sich der erste Schreck gelegt hatte, Ich????, begann ich alles abzuwägen. Schaffe ich das alles, Kinder, Arbeit, Haus, Garten? Den Schalter umgelegt hat dann meine damals 12jährige Tochter. Ja, Mama, mach das, ich helfe dir auch.
René Vormweg
Zu den Bienen bin ich völlig ungeplant und überraschend gekommen, ohne jede Vorahnung und damit ohne jede Vorkenntnis.
Als damals 1997 unser damaliger Nachbar Hans verstarb, hinterließ er seiner Frau unter anderem 4 vitale Bienenvölker. Tante Lotte hatte Not, wollte sie doch zu ihrem Sohn nach Bonn ziehen, nachdem sie nun allein war in dem großen Haus am Ende der Welt, in Röhrenspring. So bat sie meinen Vater und mich, uns doch der Bienen anzunehmen. Es sei sicher gar nicht schwer, die meiste Arbeit machten die Bienen selbst, man müsse im Prinzip nur ein-, zweimal im Jahr Honig ernten und im Herbst etwas füttern.
So ließen wir uns überzeugen und im Frühjahr wechselten vier Bienenvölker in Freudenstein-Hinterbehandlungsbeuten die Straßenseite, um auf der Obstwiese einen neuen Standplatz zu beziehen.
Natürlich war es nicht ganz so leicht, wie Lotte es uns weismachen wollte, doch wir konnten mit Hilfe uralter Fachliteratur, vielen Beobachtungen und sicher auch nach einigen Fehlern im Sommer tatsächlich ein wenig Honig ernten. Wir lernten schon bald Schwärme zu fangen, hörten Jungköniginnen kurz vor dem Schlupf „tröten“, wussten Drohnen und Arbeiterinnen zu unterscheiden. Wir waren mit dem „Bienenvirus“ infiziert.
Als ich 2010 nach Balve zog, zogen einige der Völker mit. Ableger bringe ich manchmal noch nach Röhrenspring. Auf die Obstwiese, wo alles seinen Anfang nahm.